- Kläre vor der Anfrage vier Dinge: das Ziel der Seite, die vorhandenen Inhalte, deinen Budgetrahmen und wer die Seite später pflegt.
- Die wichtigsten Fragen an den Anbieter drehen sich um Eigentum: Domain und Code sollten dir gehören, und eine Trennung muss sauber möglich sein.
- Rote Flaggen sind Mietmodelle ohne Eigentum, fehlende Referenzen, Platz-1-Garantien für Google und versteckte laufende Kosten.
Betrifft dich, wenn du eine neue Website planst oder deine bestehende neu bauen lassen willst.
01Vor der Anfrage: vier Dinge klären
Die besten Angebote bekommst du, wenn deine Anfrage konkret ist. Vier Punkte solltest du vorher für dich beantworten, keiner davon braucht länger als einen Abend:
- Ziel: Was soll die Seite erreichen? Anfragen bringen, verkaufen, informieren, Bewerber überzeugen? Ein Hauptziel reicht, aber es sollte klar sein.
- Inhalte: Texte, Bilder, Logo. Was davon existiert, was muss neu entstehen, und wer liefert es? Fehlende Inhalte sind der häufigste Grund, warum sich Projekte ziehen.
- Budgetrahmen: Du musst keine exakte Zahl nennen, aber eine Spanne. Sie entscheidet, welche Lösungswege überhaupt in Frage kommen, und erspart beiden Seiten Zeit.
- Pflege: Wer aktualisiert die Seite später, du selbst oder der Anbieter? Die Antwort bestimmt, wie die Seite gebaut werden sollte.
02Die wichtigsten Fragen an den Anbieter
- Gehören Domain und Code nach dem Projekt mir? Beides sollte auf deinen Namen laufen, nicht auf den des Anbieters.
- Was kostet die laufende Pflege, was ist enthalten, und was kostet extra?
- Was passiert bei einer Trennung? Eine saubere Übergabe von Zugängen, Daten und Code muss möglich sein, ohne dass du bei null anfängst.
- Wie schnell lädt die Seite, und ist Barrierefreiheit mitgedacht? Beides ist messbar, lass dir konkrete Werte oder Beispiele zeigen.
Ein seriöser Anbieter beantwortet diese Fragen ohne Ausweichen. Zögern beim Thema Eigentum ist das deutlichste Warnsignal, das ich kenne.
03Rote Flaggen
- Die Website gibt es nur zur Miete: Du zahlst monatlich, aber dir gehört am Ende nichts.
- Keine Referenzen, oder keine, die du live ansehen kannst.
- Garantierte Platzierungen bei Google: Das kann niemand garantieren, auch die Besten nicht.
- Versteckte laufende Kosten, die erst im Kleingedruckten oder nach dem ersten Jahr auftauchen.
- Druck zur schnellen Unterschrift, etwa mit angeblich auslaufenden Rabatten.
Keiner dieser Punkte allein beweist ein schlechtes Angebot. Mehrere davon zusammen tun es fast immer. Frag im Zweifel direkt nach, eine ehrliche Antwort kostet den Anbieter nichts.
04Woran du ein gutes Angebot erkennst
Ein brauchbares Angebot nennt die Leistungen einzeln statt in einer Pauschale: Konzept, Design, Umsetzung, Einrichtung, Inhalte. Es benennt auch, was nicht enthalten ist, zum Beispiel Texte oder Fotos. Und es trennt einmalige von laufenden Kosten, damit du die Gesamtkosten über drei Jahre vergleichen kannst statt nur den Startpreis. Genau dieser Drei-Jahres-Vergleich entlarvt die meisten vermeintlichen Schnäppchen.
05Realistische Erwartungen
Wenn du eine Website erstellen lassen willst, plane neben dem Geld auch eigene Zeit ein. Rechne mit einigen Wochen von der Anfrage bis zum Livegang und mit eigenen Stunden für Texte, Bildauswahl, Feedbackrunden und Freigaben. Die Projekte, die sich ziehen, hängen fast nie an der Technik, sondern an fehlenden Inhalten und offenen Entscheidungen. Je schneller du lieferst und entscheidest, desto schneller ist die Seite live.
Volle Transparenz: Ich baue selbst Websites für Kunden. Diese Checkliste gilt trotzdem für jedes Angebot, ausdrücklich auch für meins. Stell mir gern genau diese Fragen.
- Schreib in drei Sätzen auf, was die Seite erreichen soll und für wen sie ist.
- Sammle, was schon da ist: Texte, Bilder, Logo und die Zugangsdaten zur Domain.
- Stell jedem Anbieter dieselben Fragen zu Eigentum, Pflegekosten und Übergabe, und vergleiche die Antworten.
- Lass dir einmalige und laufende Kosten getrennt ausweisen und rechne die Summe über drei Jahre.
- Schau dir zwei bis drei Referenzen live an, auch auf dem Handy.
Fragen dazu, was das für dein Projekt heißt?
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