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AI Act im Shop: Diese Transparenzpflichten gelten seit August 2026

Recht & Pflichten·3 Min. Lesezeit·Stand: 04.08.2026
Das Wichtigste in Kürze
  • Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des AI Act: KI im Kundenkontakt muss als solche erkennbar sein.
  • Schon seit Februar 2025 gilt die Pflicht zur KI-Kompetenz: wer KI beruflich einsetzt, muss sein Team dafür schulen.
  • Die meisten Shop-Anwendungen sind kein Hochrisiko. Ein kurzer Check lohnt sich trotzdem.

Betrifft dich, wenn du KI im Unternehmen einsetzt, vom Chatbot über generierte Produktbilder bis zu ChatGPT im Tagesgeschäft.

01Der Zeitplan in einer Minute

  • Februar 2025: verbotene Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz gelten.
  • August 2025: Pflichten für Anbieter großer KI-Modelle.
  • August 2026: Transparenzpflichten und weite Teile des restlichen Regelwerks.
  • Einzelne Hochrisiko-Pflichten folgen gestaffelt bis 2027.

Über Verschiebungen einzelner Teile wird in Brüssel weiter diskutiert. Verlass dich nicht darauf: die Transparenzpflichten für den Kundenkontakt gelten.

02Was Transparenz konkret heißt

  • Ein Chatbot muss sich als KI zu erkennen geben, sofern es nicht offensichtlich ist.
  • KI-generierte oder stark bearbeitete Bilder und Videos, die echt wirken, müssen gekennzeichnet sein.
  • Anbieter von KI-Systemen müssen Inhalte maschinenlesbar markieren. Als Nutzer sorgst du für die sichtbare Kennzeichnung.
  • Emotionserkennung und biometrische Kategorisierung erfordern Information der Betroffenen, im Handel selten relevant.

03Bin ich Hochrisiko?

Für typische Shops lautet die Antwort fast immer nein. Produktempfehlungen, Textgenerierung und Support-Bots sind kein Hochrisiko. Kritisch wird es bei Themen wie Bonitätsprüfung oder Bewerberauswahl durch KI. Dann greifen deutlich härtere Pflichten.

Wenn du nur fertige Tools nutzt, bist du im Sinne des Gesetzes Betreiber. Das heißt weniger Pflichten als beim Anbieter des Systems, aber nicht null.

04Die unterschätzte Pflicht: KI-Kompetenz

Seit Februar 2025 verlangt Artikel 4, dass alle, die im Unternehmen mit KI arbeiten, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Eine kurze, dokumentierte Schulung reicht in vielen Fällen. Keine Schulung und keine Doku ist dagegen ein unnötiges Risiko.

Übrigens: Genau deshalb steht unter jedem Beitrag in diesem Wiki, dass KI mitgearbeitet hat. Transparenz kostet nichts und schafft Vertrauen.

Was du jetzt tun kannst
  • Inventar machen: wo ist KI im Einsatz, auch inoffiziell im Browser nebenbei.
  • Chatbots und andere KI-Kontaktpunkte mit einem klaren Hinweis versehen.
  • KI-Bilder und KI-Videos kennzeichnen, sobald sie echt wirken könnten.
  • Eine kurze, dokumentierte KI-Schulung für alle machen, die damit arbeiten.
  • Sensible Anwendungen wie Bonität oder Bewerbungen rechtlich prüfen lassen.
Quellen

Sorgfältig recherchiert und aktuell gehalten, aber keine Rechtsberatung. Für verbindliche Fragen sprich mit einer Kanzlei.

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